Beim General Medical Services (Payments) Board (GMS) handelt es sich um eine Behörde, die unter der Schirmherrschaft des irischen Gesundheitsministeriums eingerichtet wurde. Sie ist verantwortlich für Berechnung, Genehmigung und Vornahme von Zahlungen an Dienstleister im Bereich der primären Gesundheitsversorgung, die im Namen der regionalen Gesundheitsbehörden Dienstleistungen für Staatsbürger erbringt. Die Behörde stellt außerdem Statistiken und andere Informationen in Bezug auf derartige Diestleistungen zusammen. Im Jahr 2001 nahm das GMS Zahlungen in Höhe von 952 Mio. € vor, die fast den kompletten Umfang aller Zahlungen für Dienstleistungen an praktischen Ärzte, Apotheken im sozialen Dienst, Zahnärzte und Optikern/Augenärzte erbracht werden.
Alle Personen, die im Staat Irland wohnhaft sind, haben einen Anspruch auf Gesundheitsfürsorge. Die Höhe des Anspruchs variiert je nach Individuum mit dem Erfüllungsgrad der verschiedenen Kriterien. Infolgedessen wird die primäre Versorgung für die berechtigten Einwohner kostenlos oder zu geringeren Gebühren erbracht. Das GMS erstattet den Erbringern der Leistungen wiederum ihre die Kosten. Mit dieser Systematik sind jährlich hundertausende an Einzelanträgen zu genehmigen. Mindestens die Hälfte der Bevölkerung nutzt mindestens einmal im Jahr einen der Angebote.
Das GMS erkannte die Notwendigkeit eines zentralen Verzeichnisses mit allen potenziellen Antragstellern. Desweiteren sind dort eine erweiterten Infrastruktur für die elektronische Verarbeitung enthalten, um die Anträge unter den verschiedenen Schemata korrekt und in einem angemessenen Zeitrahmen bearbeiten und besser elektronisch erfassen zu können. Das Projekt zur Entwicklung und Einführung des Central Client Eligibility Index (CCEI)(=Zentraler Kundeneignungsverzeichnis) und der zugehörigen Infrastruktur wurde an Compaq vergeben.
Das Projekt verfolgt insbesondere das Ziel, papiergestützte und manuelle Abläufe aus dem Tagesgeschäft der Behörde zu entfernen und gleichzeitig für ihre Kunden – 5.000 Berufstätige im Bereich primärer Versorgung und zehn regionale Gesundheitsbehörden – den Zugriff auf die IT-Systeme der Behörde zu verbessern.
In der Anfangsphase des Projekts stand die Erstellung des CCEI und dessen Integration in vorhandene Systeme zur Antragsbearbeitung bei der Behörde im Mittelpunkt. Dieser Teil der Lösung wurde über eine HP Alpha Tru64 Unix-Plattform implementiert, die eine Oracle Datenbank verwendet und auf der e*Index- und e*Gate-Software von SeeBeyond basiert.
Bei E*Index, einer im Gesundheitswesen weit verbreiteten Software, handelt es sich um eine hoch entwickelte Suchmaschine, mit deren Hilfe eine Kundensuche nicht nur nach Name oder Adresse, sondern auch nach anderen Kenndaten, u. a. Sozialversicherungsnummer oder Referenznummer in der Klinik, durchgeführt werden kann. Kunden werden anwendungsübergreifend mit einem Index versehen, wobei Algorithmen zum Abgleich in Echtzeit verwendet werden und gleichzeitig ein widerspruchsfreies Kundenmanagement ermöglicht wird. Jede Anwendung, die offene Standardschnittstellen verwendet, kann auf diesen Index zugreifen.
e*Gate ist eine marktführende Schnittstellen-/Integrationsmaschine, die für zuverlässige Konnektivität mit allen Schnittstellensystemen sorgt, die Daten an den CCEI übermitteln. Die Software bietet eine offene Architektur mit bewährter Erweiterbarkeit und benutzerfreundlichem Management. Zurzeit sind im CCEI fast 2,5 Millionen einzelne Datensätze gespeichert.
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